Die Rente mit Dividende – Schlagworte, die in das Vokabular vieler Menschen meiner Generation Einzug gehalten haben. Warum ist die Ruhestand in Form von Gewinnanteilen von Firmen für mich so attraktiv? Dazu muss ich etwas ausholen.

Meine Beiträge auf dem Weg zur Rente mit Dividende

Analyse der Wahlprogramme von CDU, SPD und Die Linke mit Vergleich
Rente mit Dividende

Analyse der Wahlprogramme von CDU, SPD und Die Linke mit Vergleich

Bundestagswahl 2021 Bei der Bundestagswahl 2021 wird es definitiv einen Neuanfang geben – die Ära Merkel endet. Ein neuer Kanzler oder eine neue Kanzlerin wird zukünftig im Amt sein. Dieser Beitrag soll eine Analyse und Vergleich der Wahlprogramme von CDU, SPD und den Linken sein, und zeigen, mit welchen Auswirkungen Anleger von Aktien, Kryptowährungen und Co. zu rechnen haben. In einem zweiten Teil der findest du die Analyse der Wahlprogramme von FDP, den Grünen und der AfD. Welches sind die relevanten Parteien für die Bundestagswahl 2021? Aus meiner Sicht und nach aktuellen Wahlumfragen sind die folgenden Parteien die, die wohl…

Depot zur “Rente mit Dividende” – Ausgangslage
Rente mit Dividende

Depot zur “Rente mit Dividende” – Ausgangslage

Dieser erste Beitrag zu meinem “Rente mit Dividende” Depot soll euch einen grundlegenden Eindruck von meinen Ideen, den Zielen und dem Status Quo von meinem Depot näher bringen. Die Grundlegende Struktur des Depots Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrages besteht mein Depot zu 89% aus Einzelaktien und zu 11% aus ETFs. Mein aktuelles Ziel ist klar der Aufbau eines Depots, welches überwiegend aus Einzelaktien besteht. Die avisierte Verteilung liegt bei 80% Einzelaktien zu 20% ETF. Demnach ist das Verhältnis derzeit etwas zu Gunsten der Einzelaktien verschoben. Übergewichtung von Einzelaktien Die aktuelle Übergewichtung resultiert daraus, dass ich alle ETFs grundsätzlich im…

„Denn eins ist sicher: Die Rente“

“Die Rente ist sicher” versprach der ehemalige Arbeitsminister Norbert Blüm. Das berühmte Bild aus dem aus dem Jahr 1986, bei der Blüm mit Pinsel und Kleber vor Wahlplakaten auf einer Litfaßsäule posiert, kennt wahrscheinlich jeder. Der Werbespruch auf dem Plakat: „Denn eins ist sicher: Die Rente“ wurde zum Markenzeichen von Herrn Blüm.

Heute, im Jahr 2021 ist die Situation eine gänzlich andere.

Das umlagefinanzierte deutsche Rentensystem an der Belastungsgrenze

Die sichere Rente von der alle sprechen, und in die alle Arbeitnehmer jeden Monat einzahlen, ist eigentlich eine Rentenversicherung. Diese ist ein Deutschland umlagefinaziert, wobei das Umlageverfahren nicht nur bei der Rentenversicherung eingesetzt wird. Auch die Finanzierung des Sozialversicherungssystems, insbesondere aber der Krankenversicherung und auch der Arbeitslosenversicherung folgt dieser Methodik.

Vom ersten Arbeitstag an erwerben Sie mit Ihren gezahlten Pflichtbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung einen umfassenden Versicherungsschutz in den Risikobereichen Alter, Erwerbsminderung und Tod sowie einen Anspruch auf Rehabilitations- und Rentenleistungen.

Deutsche Rentenversicherung

Grundsätzlich funktioniert die Umlagefinanzierung so, dass durch die Versicherten Beiträge eingezahlt werden (diese werden jedem Arbeitnehmer monatlich vom Bruttogehalt abgezogen) und an die Rentenansprüche der Leistungsberechtigten unmittelbar ausgezahlt werden. Das heißt, die aktuell arbeitende Bevölkerung zahl die Renten der aktuellen Ruheständler.

Weniger erwerbstätige und eine alternde Bevölkerung

Das Problem diese Umlagefinanzierung wird beim Blick auf die Bevölkerungsentwicklung deutlich. Während im Jahr 1980 noch rund 60% der Gesamtbevölkerung potenziell erwerbstätig waren (Alter 20-66 Jahre) und nur 14% im Rentenalter, sind es heute immer noch nur 62% potenziell Erwerbstätige für knapp 20% im Rentenalter. Im Jahre 2050 sind es 56% potenziell Erwerbstätige zu 27% der deutschen Bevölkerung im Rentenalter.

Auf den Punkt gebracht: immer weniger Erwerbstätige müssen einen immer größeren Anteil der nicht-erwerbstätigen Bevölkerung finanzieren. Dies betrifft in diesem Beispiel nur die Rentenversicherung. Vom Druck auf andere Zweige unseres Sozialsystem, z. B. durch Migration, fange ich jetzt nicht an.

Anspruch auf die gesetzliche Versorgung

Durch die lebenslangen Beitragszahlungen hat jeder Beitragszahler einer mehr oder minder hohen Anspruch auf die Rente. Diesen Anspruch kann sich jeder auf verschiedensten Internetseiten ausrechnen lassen.

Ein sehr stark vereinfachtes Rechenbeispiel: Helga ist Jahrgang 1990, hat wie von den Eltern gewünscht Abitur gemacht, noch ein freiwilliges Soziales Jahr dran gehangen und gemerkt, dass sie lieber eine Ausbildung machen will, als zu studieren. Helga tritt also etwa mit 20 Jahren (im Jahr 2010) in das Erwerbsleben ein. Als Facharbeiterin erhält Sie 3 Jahre später den deutschen Durchschnittslohn – aktuell rund. 25.000€ Brutto im Jahr oder 2.100€ Brutto im Monat.

In den Jahren von 2010 bis heute hat Helga rund 10 Rentenpunkte erhalten. Unter der Annahme, dass Sie weiterhin inflationsbereinigt den Durchschnittlohn bekommt, stünden Helga bei Renteneintritt etwa 1.800€ zu, was einer heutigen Kaufkraft von 960€ entspricht. 960€ nach 47 Jahren in Lohn und Brot. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass ich mit dieser Rente meinen Lebensabend verbringen möchte.

Rente mit Dividende Durchschnittseinkommen Brutto
Das Durchschnittseinkommen in Deutschland liegt aktuell bei rund 21.000€ Brutto.
Die Rente ist sicher ist zumindest in Deutschland nicht wahr
Jeder Arbeitsnehmer sollte sich dem Dilemma bewusst sein, auf das er im Ruhestand zusteuert.

Entspannt mit Aktien in den Ruhestand

Was ist die Lösung? Wenn du mich fragst, gibt es nur einen Weg aus dem Dilemma: Langfristiger Vermögensaufbau.

Meine Wahl fällt dabei auf die Assetklasse der Unternehmensanleihen, sprich: Aktien. Warum nicht Immobilien? Das wird Inhalt eines Beitrages.

Kommen wir in diesem Zusammenhang nochmal auf Helga. Die selbe Helga schafft es, monatlich 100€ in einen simplen ETF-Sparplan auf den MSCI-World zu stecken. Helga macht dies über ihr ganzes Arbeitsleben, 47 Jahre lang. Laut dem ETF-Rechner von iShares hätte Helga bei einer jährlichen Rendite von 4,18% (historischer Durchschnitt) bei Renteneintritt ein Vermögen von rund 170.000€.

Vermögensentwicklung bei einem ETF-Sparplan
Bei einer jährlichen Rendite von 4,18% und einer Sparrate von 100€ im Monat über 47 Jahre ergibt sich ein Vermögen von etwa 170.000€.

Bei Renteneintritt mit 67 Jahren beginnt sie Geld aus diesem Topf zu entnehmen. Dabei gibt es zwei Szenarien.

Szenario 1: Helga möchte ihren Lebensabend genießen und das aufgebaute Vermögen innerhalb von 25 Jahren aufbrauchen. Damit könnte sie jeden Monat knapp 900€ entnehmen. Inflationsbereinigt entspricht dies 50% ihrer eigentlichen Rente!

Szenario 2: Helga möchte ihr Vermögen erhalten. In diesem Fall könnte sie immer noch rund 650€ monatlich entnehmen, was immerhin knapp einem Drittel ihrer Rente entspricht.

Für mich spricht dies eine klare Sprache: Egal wieviel es ist, auch wenn es nur 25€ im Monat sind, die private Altersvorsorge ist Pflicht und in der heutigen Zeit so einfach und kostengünstig wie nie zuvor. Einfach loslegen.

Entnahmephase des angesparten Vermögens
Bei einer Entnahmephase von 25 Jahren und bei vollständigem Kapitalverbrauch können etwa 900€ im Monat entnommen werden.

Meine persönliche Dividendenstrategie

Mein Ziel ist klar: ich möchte nicht bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter arbeiten müssen und selbst entscheiden können, wann ich mich lieber anderen Dingen als der Arbeit widme. Nicht falsch verstehen, aktuell liebe ich meine Arbeit und wüsste nur wenige Gründe, den Job an den Nagel zu hängen. Trotzdem…man weiß ja nie, was kommt 🙂

Wie möchte ich mein Ziel erreichen? Nun, die Rechnung ist folgende: Nach heutiges Kaufkraft könnte ich problemlos mit etwa 2.600€ Netto leben – inkl. aller alltäglicher Ausgaben wie Essen, Restaurantbesuche, Handy, Miete, Auto und sogar der Bildung von Rücklagen. Was ich davon im Alter noch benötige ist sicher fraglich und mir ist bewusst, dass dieser Betrag sehr hoch ist. Dennoch: diese 2.600€ nach heutiger Kaufkraft sind mein Ziel für den Vorruhestand.

Den Zeitpunkt lege ich mir auf das Jahr 2045 fest, dann bin ich 55 Jahre alt. Unter Annahme einer Inflationsrate von 2,2% (Medianwert seit 1951, eigene Berechnungen), ergäbe dies nach heutige Kaufkraft eine Dividende von 4.995€ im Monat bzw. 59.935€ im Jahr. Bei einer Dividendenrendite auf mein Portfolio von rund 4% (Median des S&P500) ergäbe dies ein Vermögen von etwa 1,5 Mio. € nach heutiger Kaufkraft – was für eine Summe.

Nun zu meinen Eckdaten: Mein Ausgangs-Depotwert liegt bei etwa 50.000€ und meine Sparrate 1.000€ im Monat. Mit diesen Eckdaten und dem Ziel, im Jahr 2045 ein Depot-Vermögen von knapp 1,5 Mio. € aufzubauen, beträgt die Soll-Performance von meinem Depot 8,5% im Jahr. Der S&P500 hat seit dem Jahr 1926 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 10-11%.

Was heißt das? Grundsätzlich heißt das, dass ich zum “sicheren” Erreichen meines Ziels einfach in einen ETF auf den S&P500 setzen könnte.

Da mir die Auswahl und “Analyse” von Unternehmen allerdings sehr viel Spaß macht, werde ich primär auf Einzelaktien setzen. Als Beimischung landen natürlich auch ETF’s im Depot. Nur weil mir die Aktien-Auswahl Spaß macht, heißt das nicht, dass ich daran auch gut bin. Aus diesem Grund werde ich meinen Fortschritt akribisch tracken und notfalls auch die “Reißleine” ziehen und Index-Fonds höher gewichten.

Demnach erfüllen die Beiträge dieser Rubrik also zwei Zwecke:

  1. den Auswahlprozess meiner Aktien transparent darstellen und ggf. Feedback dazu bekommen und
  2. die Performance meines Depots für mich selbst zusammenfassen und mit meinem Ziel abgleichen.
Entwicklung meines Depotwertes zum Erreichen meiner gewünschte Dividendenrendite.
Ein Depotvermögen von 1,5 Millionen Euro ist das Ziel meiner Dividendenstrategie